Torstens Blog

Virtuelles Tagebuch von Torsten Franz


Hinterlasse einen Kommentar

Bericht über den Fleischkosum

Schon seit einigen Jahren ernähre ich mich vegetarisch. Dies mache ich nicht aus geschmacklicher Überzeugung, sondern aus Umweltschutzgründen. Wer darüber mehr Lesen möchte, wie der Fleischkonsum der Menschen den Planeten schädigt und die Ressourcen belastet, kann das im neuen Bericht vom BUND nachlesen.

Um die schädlichen ökologischen Folgen meiner Lebensweise auf ein Minimum zu reduzieren, habe ich mehrere Regeln an die ich mich versuche so gut wie möglich zu halten:

  • Verkehr: Ich habe kein eigenes Auto, nutze ein Stadtteilauto, wo es nötig ist. Weiter versuche ich den öffentlichen Nahverkehr so gut wie möglich zu nutzen und aufs Fliegen ganz zu verzichten. Ich bin in meinem Leben sechs Mal geflogen und davon zwei Mal (also Hin- und Rückflug) nach Südamerika.
  • Nahrung: Ich ernähre mich fleisch- und fischlos. Ich achte bei Produkten, dass sie regional hergestellt wurden und dass ich sie kaufe, wenn auch die Saison für diese Produkte ist. Dazu gehört für mich auch, dass ich beim Einkauf auf Fairtrade-Produkte achte und Ökoprodukte bevorzuge.
  • Konsum: Ich versuche weitestgehend auf Konsum zu verzichten. Ich kaufe mir nicht sehr viele Klamotten (hier versuche ich auch auf Fairtrade-Produkte zu achten) und versuche kein Geld für schnick schnack aus.
  • Wohnen: Ich wohne nicht allein. Durch das Teilen von Strom- und Heizkosten, aber auch durch das Teilen von Haushaltsgeräten können ökologische Folgekosten vermieden werden.
  • Wiederverwendung: Ich sortiere Müll, versuche für Dinge, die ich nicht mehr brauche, Abnehmer zu finden, die diese Sachen gebrauchen können und verwende selbst auch Dinge in Second Hand.
  • Energie: Ich versuche sparsam mit Energie umzugehen. Ich mache das Licht aus, wenn ich leere Räume verlasse, drehe die Heitzung runter und ziehe mir zu Hause lieber einen Pullover an.

Dies sind alles nur kleine Beiträge, wie ich versuche, die Umwelt nicht mehr zu verbrauchen als nötig. Diese Hinweise müssen für andere nicht genau so klappen und ich glaube auch nicht, dass ich ein besserer Mensch bin, weil ich jetzt kein Fleisch esse. Jede/r muss einen eigenen Weg finden, wie er oder sie Leben möchte ohne andere Leute am Partizipieren des Reichtums unserer Erde auszuschließen.


Hinterlasse einen Kommentar

Ubuntu Präsentation auf dem SFD in Hamburg

Torsten Franz auf dem Software Freedom Day in Hamburg

Foto aufgenommen von Sujeevan Vijayakumaran

Ich habe am letzten Samstag (15. September 2012) einen Vortrag auf dem Software Freedom Day in Hamburg gehalten. Bei meinem Vortrag bin ich nicht nur auf den Bereich Freie Software eingegangen, sondern stärker auf das Thema, was es neben dem Open Source und Freien Gedanken noch benötigt.

Meiner Meinung nach kann dieses Konzept der Freien Software auch auf andere Bereiche der Gesellschaft übertragen werden, wenn die philosophischen Ansätze von Ubuntu gelebt werden. Eine kooperative Produktionsweise gehört meiner Ansicht nach ebenso dazu, wie ein verantwortungsvolles Miteinander. Dieses verantwortungsvolle Miteinander kann zum Beispiel über eine Community realisiert werden. Ich habe meinen Vortrag hier angehangen. Der Vortrag steht unter der cc by-sa Lizenz.

Ubuntu: Open-Source und Community (Folien als pdf)


Hinterlasse einen Kommentar

Persönliche Eindrücke vom 8. Brandenburger Linux Infotag

Ich war in diesem Jahr insgesamt bei vier Linuxtagen bzw. einer davon war die Ubucon in Leipzig. In Potsdam war ich gestern zum ersten Mal auf den Linux Infotag. Es ist eine recht übersichtliche Veranstaltung mit ein paar hundert Teilnehmern.

Der Ubuntu Community Stand wurde von Holger, Tom und mir betreut. An dem Stand verteilten wir CDs (schließlich war das letzte Release noch gar nicht so lange her), Aufkleber und beantworteten Fragen rund um Ubuntu. Hier hatte ich interessante Gespräche über den Arbeitseinsatz von Ubuntu in Firmen, die Bemühungen um die Bewerbung Berlins als DebConf 2013 Austragungsstätte, über die Benutzbarkeit von Unity, die Teilnahme der Community und noch einiges mehr. Toll war auch eine Führung, die von den Organisatoren, für Schüler angeboten wurde. Da standen dann auf einmal 15 Schüler vor mir und ich konnte ihnen erklären, was es gutes bei Ubuntu gibt.

In meinem Vortrag ging es um 14 Uhr um die Philosophie von Ubuntu und über die Mitarbeit in der Community. Das Publikum hatte nach dem Vortrag interessierte Fragen gestellt und ich bin mit ihnen in einer Diskussion über Ubuntu Verhaltensregeln und Verhältnis zwischen Communiy und Canonical gekommen. Der Vortrag verlief gut (ich musste am Anfang meinem Laptop aber noch mitgegeben, dass der Beamer nur 840×640 Pixel an Auflösung schafft) und die Diskussion stellte mich zufrieden. Ich hoffe meine Zuhörer und Mitdiskutierer auch. 🙂

Die Organisation des Brandenburger Linux Infotags verlief sehr gut. Internet und Stromversorgung haben am Ausstellerstand gut funktioniert. Es waren von der Organisation immer kompetente Ansprechpartner auffindbar. Für die Speaker und Aussteller gab es auch einen Raum mit einer kleinen Versorgung. Hier die Bitte an die Veranstalter neben den Kuchen auch Brot oder Brötchen beim nächsten Mal anzubieten. Wenn das klappen würde, wäre das ganz nett. 🙂

Das Social Event am Abend war nicht weit vom Veranstaltungsgebäude entfernt und somit gut zu erreichen. Das Essen war gut und es gab auch auf dem Büfett was vegetarisches. Das Bier war auch gut: Ich habe Staropramen getrunken. Bei der Verlosung von Büchern habe ich leider nichts gewonnen, weshalb ich jetzt gerade nicht ein Fachbuch, sondern Cees Nootebooms Notizen zu Berlin lese.

Ich bin also im großen und ganzen zufrieden mit dem gestrigen Tag. Die CDs am Stand haben leider nicht ganz ausgereicht. Die Tische dort waren zu niedrig, so dass man zum Teil in die Hocke gehen musste, um an den Rechner etwas zu machen. Ich habe viele Gespräche geführt, ein paar Dinge gelernt und ich hoffe auch ein paar Dinge vermitteln können.

Damit sind für dieses Jahr meine Linux-Messen-Besuche beendet. Nächstes Wochenende findet die Open-Rhein-Ruhr statt, wo andere aus der Ubuntu Community den Stand betreuen. Diesen wünschen ich hiermit viel Spaß.


Hinterlasse einen Kommentar

Ubuntu, Community und Philosophie

Ubuntu ist nicht nur ein Betriebssystem, sondern eine Philosophie, die 2004 in die Linuxszene eindrang. Die Community ist vielfältig, auch streitlustig, doch sie versucht mit einer Grundhaltung des wechselseitigen Respekt und Anerkennung eine friedliche Gemeinschaft zu bilden. Alles nur Show oder ein Weg in eine andere Gesellschaft? Ist nach sieben Jahren die Luft aus dem Konzept? Wenn nein, kann sich eventuell Ubuntu über den Softwarebereich in andere Gesellschaftsbereiche ausbreiten?

Diesen Vortrag halte ich am 5. November 2011 bei dem Brandenburger Linux-Infotag. Es soll hierbei die Ubuntu Philosophie durchleuchtet und als ein Beispiel dieser Community das Projekt ubuntuusers.de vorgestellt werden.

Der Vortrag als PDF Dokument. (Der Vortag steht unter CC BY-NC-SA 2.0 Lizenz.)